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Mit nur 31 Jahren: Steirer wird Vize-Chef für F&B im ältesten Luxushotel der Welt

Karriere-Geschichten wie sie nur die Tourismusbranche schreibt

Philipp Stiegers rasanter Aufstieg vom Grazer Barkeeper zum Manager der besten Hotels.


Deine Karriere-Stationen klingen wie eine Reise durch die spannendsten Destinationen der Welt: London, Neuseeland, Bangkok, Shanghai.
Philipp Stieger: Das ist der riesige Vorteil dieser Branche - wer die Power hat, der kann sich Arbeitsplätze auf der ganzen Welt aussuchen. Begonnen hat aber alles in der Steiermark, wo ich das Tourismuskolleg in Bad Gleichenberg absolviert habe und in Graz auch als Barkeeper jobbte. Ein guter Grundstein. Und dann wollte ich unbedingt ins Ausland. Das empfehle ich übrigens jedem. Wer einmal weg von der gewohnten Umgebung ist, der lernt enorm viel.

Du bist schließlich in Asien gelandet und hast dort in nur drei Jahren einen rasanten Aufstieg hingelegt.
Philipp Trost: Das war nach meinem Wechsel von der Hotelkette Kempinski zu Hyatt, wo ich dann im „Hyatt on the Bund“ in Shanghai als Manager für die umsatzstärkste Bar in ganz Asien arbeiten durfte. Dann wurde ich im vergangenen November als „Operations Manager für Food und Beverage“ für das „Park Hyatt“ in Bangkok geholt, das im Mai dieses Jahres Eröffnung feierte. Und nun geht es zurück nach China, ganz genau nach Guangzhou als Assistent-Director für F&B in das „Langham Place“, übrigens das älteste Hotelunternehmen der Welt. Dort werde ich für etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich sein. Wenn ich so auf die vergangenen drei Jahre zurückblicke, denke ich mir oft, dass es unglaublich ist, wie schnell alles gegangen ist. Diese Dynamik ist aber nicht ungewöhnlich für die Gastro oder Hotellerie. Wer einmal drin ist in dieser großen Familie, kann sich rasch nach oben arbeiten.

Was empfiehlst du jenen, die gerade am Beginn ihrer Karriere stehen?
Philipp Stieger: Erstmals kann ich jedem nur raten, sich in der Gastronomie oder Hotellerie zu versuchen. Diese Branche hat viel mehr zu bieten als man anfangs denkt. Ja, es sind viele harte Stunden Arbeit, die man vor allem zu Beginn investiert, aber die machen sich im Laufe der Zeit bemerkbar. Man darf nur nie aufgeben. Es kommt alles zurück. Außerdem wird man als Österreicher im Ausland sehr geschätzt. Und das ist immer ein guter Startvorteil.

Was sind die größten Unterschiede zwischen den Kulturen?
Philipp Stieger:Natürlich ist es einerseits die Sprache und auf der anderen Seite das Verständnis über Hotellerie. Hier haben wir gegenüber Asien einen Know-how-Vorsprung. Was ich aber auch lernen musste: Bei den Mitarbeitern in Asien ist so etwas wie eine Corporate Identity nicht so stark ausgeprägt als bei uns. Mitarbeiter wechseln sehr rasch zwischen den Unternehmen. Aber damit lernt man umzugehen.

Gibt es auch Unterschiede bei den Gästen?
Philipp Stieger:Ja, tatsächlich. Der asiatische Markt boomt ja. Und so bieten die asiatischen Luxushotels die Möglichkeit unglaublich spannende Menschen kennenzulernen, die hier als Gäste einchecken. Da sind die Vorstände der wichtigsten Firmen der Welt dabei und natürlich entwickelt sich durch diese spezielle Geschäftsbeziehung, die man durch die Hotellerie mit seinen Gästen hat, ein ganz besonderer Kontakt. Aus Gästen werden oft Freunde. Und in dieser Branche hat man die einzigartige Möglichkeit, sich ein Netzwerk aus einflussreichen Menschen rund um die Welt zu spannen. Davon kann man nur profitieren und schließlich auch ein unbezahlbarer Vorteil dieses Jobs.

Darum ist es der beste Job der Welt

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