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Steirischer Barkeeper mit Weltruf

Geschichten wie sie nur die Gastro schreibt

Wie der Hartberger Jakob Trost (24) mit Barkeeping die Welt bereist.


Hallo Jakob!
Jakob Trost: Guten Morgen!

Guten Morgen? Bei uns ist es schon früher Nachmittag! Wie spät ist es bei dir?
Jakob Trost: Auch früher Nachmittag. Aber ich bin gerade erst aufgestanden. Als Barkeeper hat man einen anderen Rhythmus. Die Tales Bar hier in Zürich, in der ich arbeite, sperrt um 3 Uhr nachts zu. Bis ich im Bett bin, ist es 5 Uhr.

Alles klar - du hättest ja auch gerade auf der anderen Seite der Welt sein können.
Jakob Trost: Das stimmt. Ich werde als Barkeeper immer wieder zu unterschiedlichen Veranstaltungen eingeladen - von Amerika bis Asien. Es sind jedesmal einzigartige Erlebnisse, die dieser Beruf mit sich bringt. Ein Abenteuer.

Wenn man sich deine Karriere in der Gastro ansieht, klingt dein ganzes Leben nach einem einzigen Abenteuer.
Jakob Trost: Ich könnte mir zumindest keinen besseren Beruf vorstellen. Wohl nur in der Gastro eröffnen sich so viele Möglichkeiten. Man muss nur wollen und die Chancen nutzen, die sich einem bieten.

So wie du es im Jahr 2014 getan hast, als du mit gerade einmal 21 Jahren bei der „Diageo World Class“-Competition sensationell Zweiter geworden bist.
Jakob Trost: Für mich war das wie ein Sieg. Ich hatte ja im Vergleich zu vielen anderen keine große Erfahrung. Nach dem Abschluss der Schule 2013 bin ich nach Zürich und hab dort in der Clouds-Skybar (www.clouds.ch) als Barkeeper begonnen. Der Job hinter der Bar hat mich von Beginn an fasziniert. Dass ich aber mit nur wenigen Monaten Erfahrung bei diesem Wettbewerb so erfolgreich sein werde, war natürlich überraschend. Für mich war es ein perfektes Karrieresprungbrett.

Was hat sich durch den Erfolg geändert?
Jakob Trost: Ich habe durch die „World Class“ so viele Kontakte von Gastro-Kollegen rund um die Welt bekommen, dass ich das unbedingt nutzen wollte. Also habe ich mich aufgemacht, um mit meinem Können rund um die Welt zu reisen. Die Kontakte, die ich durch meinen Job in der Gastro hatte, haben mir dabei natürlich geholfen. So war ich neun Monate lang unterwegs und habe mir die spannendsten Bars auf der ganzen Welt angesehen. Nicht nur in den Metropolen, sondern auch abseits davon.

Wo warst du überall?
Jakob Trost: Gestartet bin ich in Bukarest, dann ging es weiter nach Dubai, Bangkok, Singapur, Kuala Lumpur, Bali, Australien, Neuseeland, Fidschi, Hawai, Kalifornien, Mexiko, Kuba und zum Schluss New York. Und überall, wo ich war, bin ich mit offenen Armen empfangen worden. Das erlebt man nur in der Tourismusbranche. Es ist wie eine große Familie. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Selbst wenn ich einmal etwas anderes machen sollte - die Gastro kann für jeden anderen Beruf eine wertvolle Basis sein. Das kann ich allen empfehlen. Die Erfahrungen, die man in dieser Branche machen kann, sind für das ganze Leben hilfreich.

Was begeistert dich an der Arbeit als Barkeeper?
Jakob Trost: Natürlich liebe ich es, die Drinks zuzubereiten. Aber das Handwerk macht für mich nur 40 Prozent des Berufs aus. Der Rest ist Persönlichkeit. Die Arbeit hinter der Bar interessiert mich deshalb, weil an der Bar die Hemmungen fallen. Ich lerne jeden Abend interessante Menschen und ihre Geschichten kennen. Zürich ist für das natürlich ein gutes Pflaster. Aber auch hier gilt wieder: Man bekommt viele neue Kontakte und jeder Kontakt bedeutet neue Möglichkeiten. Natürlich ist die Arbeit manchmal zeitintensiv. Aber die Wertschätzung, die man dafür von seinen Gästen bekommt, ist riesig.

Deine Zukunftspläne?
Jakob Trost: Im kommenden Jahr beginne ich mit dem Studium „International Tourism Management“ in Lausanne. Auf das freue ich mich schon sehr. An dieser Schule studieren Menschen aus 76 Nationen. Mein berufliches Ziel war es schon immer ins Management zu kommen. Da hilft mir diese Ausbildung natürlich. Und wenn man diese mit Gleichgesinnten aus aller Welt absolviert, bedeutet das wieder wertvolle Beziehungen. Und zwischendurch hoffe ich, dass ich als Barkeeper weiterhin in aller Welt mein Können zeigen kann.

Darum ist es der beste Job der Welt

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