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EuroSkills - Europameister

3 Gewinner im Interview

Ob Kochen für ein Gala-Menü, Service auf Weltklasseniveau, oder perfekte Gästebetreuung an der Rezeption. Das Team Austria räumte bei den Europameisterschaften 2016 in Göteborg ab. Wir haben 3 Gewinner nach ihrem Erfolgsrezept befragt.

Daniela Lengauer

Warum hast du dich für deinen Beruf entschieden? – ab wann war klar, was du willst? „Ich habe Spaß daran mit Menschen zu arbeiten, jeder Tag ist eine neue Herausforderung - es wird nie langweilig. Es war schon sehr früh klar, dass ich in der Gastronomie arbeiten möchte, weil man mit einer solchen Ausbildung ungeahnte Möglichkeiten hat (Wettbewerbe, Job im Ausland, …)“.

Die schönsten Momente in deiner Lehrzeit? „Der Moment in dem ich gemerkt habe, dass ich bei meinen Gästen gut ankomme, dass sie mich mögen – der Moment in dem ich gemerkt habe, die richtige Berufswahl getroffen zu haben.“ Die Eröffnungsfeier- zu realisieren, dass man da ist und es kein Zurück mehr gibt- und dann die Siegerehrung- wenn man mit Erfolg belohnt wird.“

Hast du schon Pläne für deine berufliche Zukunft – wenn JA, welche…? „Ich möchte meine Matura fertigmachen. Und wenn es die Zeit erlaubt, das Ausland erkunden und mich weiter für Skills-Austria engagieren.“

Was waren beruflich deine TOP-Erfolge? „Der 3. Platz bei der Lehrlings-Landesmeisterschaft, die Silbermedaille bei der Lehrlings-Staatsmeisterschaft und der Sieg bei den Junioren-Staatsmeisterschaften und somit die Qualifikation für die Euroskills.“

Wie hast du dich auf EuroSkills vorbereitet? „Intensive Trainingszeit (ca. 200 Stunden) mit meinem Experten. Zusätzlich habe ich noch Praktika in Schottland, Schweden, Berlin und Wien gemacht. Die Vorbereitungen waren sehr hart, es waren unzählige Stunden Heimarbeit damit verbunden um sich optimal in die Wettbewerbsaufgaben einarbeiten zu können, die Angaben zu lernen, die Hotelsoftware zu üben, usw.“

Was hat dich am Wettbewerb am Meisten begeistert, was waren die besonderen Erlebnisse während des Wettbewerbs? „Einmalige Atmosphäre, Größe der Veranstaltung, Teamzusammenhalt im Team Austria - die Wettbewerbssituation an sich war beeindruckend und vor allem sehr fordernd. Besonderes Erlebnis: zu merken, dass man nur im Team stark sein kann, gegenseitig aufbauen, ablenken, wenn Fehler passiert sind usw.

Christoph Schrottenbaum

Warum hast du dich für deinen Beruf entschieden? – ab wann war klar, was du willst? „Mein Bruder ist 3 Jahre älter als ich und hat sich fürs Gastgewerbe entschieden. Er war meine Inspiration und hat mich motiviert immer mehr zu erreichen. Ich habe 4 Jahre in der Küche gearbeitet bevor ich mich für den Servicebereich entschieden habe, um mehr Kontakt mit den Gästen zu haben.“

Die schönsten Momente in deiner Lehrzeit? „Ich habe die 5-jährige Tourismusschule in Bludenz besucht. Die schönsten Momente waren definitiv die Praktika in Top-Häusern, so wie in Lech im Hotel Arlberg, in München im Bayerischen Hof, in Großbritannien im The Fat Duck und in Kopenhagen im Noma.“

Hast du schon Pläne für deine berufliche Zukunft – wenn JA, welche…? „Pläne gibt es viele, ich bin vor 2 Monaten nach Melbourne gezogen da ich ein tolles Angebot bekommen habe: Ich arbeite nun in einem der besten Restaurants in Australien als Assistant Restaurant Manager. Zurzeit genieße ich meine Zeit hier in Australien und plane auch für eine Weile hier zu bleiben. Es gibt jedoch noch sehr viel mehr gute Restaurants auf der Welt, welche ich noch kennenlerne möchte. Ich lasse es auf mich zukommen: Man lernt dauernd neue einflussreiche Leute kennen, die Türöffner für den nächsten Karriere-Step sein können.“

Was waren beruflich deine TOP-Erfolge? „Ich habe die Österreichischen Staatsmeisterschafen bestritten und wurde dabei Vizestaatsmeister. Dort habe ich mich für EuroSkills qualifiziert. In London habe ich die Gold Service Scholarship bestritten und bin 2. geworden - zusätzlich habe ich den Annual Award of Excellence gewonnen.“

Wie hast du dich auf EuroSkills vorbereitet? „Ich habe mich in Österreich 8 Wochen lang fast jeden Tag intensiv auf Euroskills vorbereitet. Wichtig war sehr viel Training und die Inspiration meiner beiden Trainer. Die Grundsteine wurden über die letzten 8 Jahre in meiner Ausbildung gelegt und natürlich prägte mich die Erfahrung welche ich im Ausland gesammelt habe.“

Was hat dich am Wettbewerb am Meisten begeistert, was waren die besonderen Erlebnisse während des Wettbewerbs? „Am Meisten beeindruckt hat mich der Teamspirit des Team Austria und die Herzlichkeit aller Nationen. Ich habe so viele Leute aus ganz Europa kennengelernt, welche auch in meiner Branche arbeiten, das verbindet und ist wirklich sehr besonders. Der beste Moment war natürlich als ich mit der Goldmedaille auf dem Podium gestanden bin - mit dem Gedanken „Das war es wert!“

Manuela Wechselberger

Warum hast du dich für deinen Beruf entschieden? – ab wann war klar, was du willst? „Ich habe zu Hause immer schon gerne gekocht und auch in der Schule hat mir das Unterrichtsfach KOCHEN sehr viel Spaß gemacht. Aufgrund der verkürzten Lehrzeit von 2 Jahren nach meiner schulischen Ausbildung ist es mir dann schlussendlich sehr leicht gefallen und ich habe mich für den Beruf Köchin entschieden.“

Die schönsten Momente in deiner Lehrzeit? „Derzeit mache ich gerade meinen Meister - alles Weitere lasse ich auf mich zukommen.“

Was waren beruflich deine TOP-Erfolge? „Angefangen hat es mit der Teilnahme am Landeslehrlingswettbewerb, bei welchem ich mich für den Bundeslehrlingswettbewerb qualifizieren konnte. Danach folgte der 2 Platz bei den Staatsmeisterschaften für Jungköche. Nach einer internen österreichweiten Vorausscheidung, habe ich mich zusätzlich auch für Chaine des Rotisseurs 2015 in Manchester qualifiziert und bin unter den Top 5 gelandet. Schlussendlich hat dazu beigetragen mich für die Euroskills 2016 zu bewerben.“

Wie hast du dich auf EuroSkills vorbereitet? „Gemeinsam mit meinem Trainer habe ich sehr hart gearbeitet. Wir haben anfangs sehr viele Rezepte ausprobiert und erweitert. Als endlich das Testprogramm für EuroSkills bekannt geworden ist, haben wir immer intensiver an den Gerichten gearbeitet bis wir bei einem Ergebnis gelandet sind, welches uns beide begeistert hat. Insgesamt habe ich sehr viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt. Ich bin vor der Arbeit früher aufgestanden und hab ein der Früh in der Hotelküche geübt und war unter anderem auch einen Monat lang bei meinem Trainer in Salzburg.“

Was hat dich am Wettbewerb am Meisten begeistert, was waren die besonderen Erlebnisse während des Wettbewerbs? „„Im Vergleich zu den österreichischen Veranstaltungen war es ein riesiger Wettbewerb, was mich wirklich sehr beeindruckt hat. In meinen Pausenzeiten bin ich herumgegangen, um die Ergebnisse meiner Konkurrenten anzusehen – ich war begeistert, wie toll die anderen gekocht haben und hatte größten Respekt vor deren Ergebnissen. Es war schön zu sehen, dass alle Lehrberufe wertgeschätzt worden sind und ich sehr viele neue Freunde kennengelernt habe. Der Zusammenhalt von Team Austria war gewaltig und ich habe auch heute noch Kontakt zu den Teamkollegen.“

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